Entstehung
der Männerballette von Arno Schatz
Die Geschichte zur Entstehung der Männerballette ist widersprüchlich.
Weder das Zentralarchiv der Deutschen Fastnacht noch das
Karnevalsmuseum oder andere Faschingsarchive haben Dokumentationen in selbigen.
Eine genaue Datierung zur Entstehung von Männerballetten ist unbekannt.
Es gibt jedoch Berichte um den Westfälischen Frieden von 1648 (siehe unten) wo schon auf
Männerballette hingewiesen wird.
Einen Lösungsansatz zur Entstehung von Männerballetten
gibt es jedoch wenn man folgende Texte zur Hilfe einbezieht:
aus: Der große Brockhaus Weiberfastnacht,
den Frauen vorbehaltenes Fest zur Fasnachtszeit. Die Weiberfastnacht geht auf den seit dem
14. Jh. bezeugten Brauch zurück, dass in Städten die Ehefrauen der ratsfähigen Familien
zu einem eigenen Mahl und Tanz geladen wurden, zuweilen auch Witwen und Jungfrauen und
gesondert die gemeinen Töchter (Freudenmädchen). Später veranstalteten die Frauen
selbst Feste mit heiterem Brauchzeremoniell und dem befristeten Recht, den Männern zu
befehlen. Verschiedene Formen der Weiberfastnacht haben sich in fränkischen Orten, im
Wiewerfastelovend in Köln und bei den Marktfrauen in München erhalten. Unabhängig von
der Weiberfastnacht gibt es in alleemanischen Orten die stets von Männern gefeierte
Altweiberfastnacht.
***
Im Jahr 1824 beschlossen die Wäscherinnen im rechtsrheinischen Bonn Beuel, am Donnerstag
vor Karneval die Herrschaft an sich zu reißen, wofür sie sich zu einem Damenkomitee
zusammenschlossen. Während ein großer Teil der Männer mit Schiffen unterwegs war, um
die gewaschene Wäsche auszufahren, übernahmen sie die Kontrolle über das jecke Treiben.
Dieser Brauch etablierte sich weit über die Grenzen
Beuels hinaus, wo seit 1957 nicht nur das Alte Beueler Damenkomitee von 1824, sondern auch
alle Komitees aus den Ortsteilen am alljährlichen Sturm auf das Rathaus beteiligt sind,
mit dem der Höhepunkt der fünften Jahreszeit eingeleitet wird.
evtl. Lösung:
Da die Männer an diesem Tag an den
"Veranstaltungen" der "Weiber" nicht teilnehmen durften aber sehr
interessiert waren was selbige dort "treiben" ist die Idee entstanden sich mit
Frauenkleidung in die Säle einzuschleichen.
Mit einem Auftritt zur Belustigung der
"Weiber" konnte man dann erfahren was an diesem Nachmittag passiert.
Die Entstehung des Männerballett?!
Eine genaue Datierung ist jedoch immer
noch nicht möglich. Eine Lösung warum es Männerballette gibt wahrscheinlich auch nicht.
weitere Lösungsansätze von Peter Ilg
In den Städten des Mittelalters pflegten die Mitglieder
verschiedener Berufsgruppen zur Fasnachtszeit Schautänze als Repräsentationsbrauchturn,
Hier liegen wohl auch die Wurzeln für Männerballette. Früheste Belege für diese
vorgeführten und einstudierten Tänze findet man in Nürnberg. Damals waren es die
Metzger, die das Privileg zur Aufführung des "Zämertanzes" vermutlich als Dank
für ihre Loyalität gegenüber dem Stadtfürsten 1348/49, erhalten haben sollen. In der
Folgezeit wurde dieser Tanz mehr als 200 Jahre lang an der Fastnacht aufgeführt, so ist
im Narren-Spiegel nachzulesen.
Kuriose Geschichten aus der Geschichte
Westfälischer Friede 1648
So beklagt die Bürgerfrau Margarethe Hensen alias
Gerlinde Lücke während ihrer Erzählungen wortreich das Gebahren der Herzogin von
Orléans, die sich anlässlich der Geburt ihres Sohnes ein Männerballett aus Paris kommen
lässt, "während sich die Münsteranerinnen für ihre Gäste abstrampeln
müssen". Zudem stelle man sich natürlich die Frage, wieso die Herzogin, obwohl
pockennarbig, als schönste Frau Europas bezeichnet werde. "Politik ist ein
ernsthaftes, aber auch lächerliches Spiel", lernen die Zuhörer von den beiden
"Gesandten". Die Gäste aus dem 20. Jahrhundert erfahren, dass die Bevölkerung
um ihre Existenz bangte, während man bei den Friedensverhandlungen allzu oft die Zeit im
Streit um verletzte Eitelkeiten verschenkte
Quelle:
http://www.muenster.de/friede/d/00_homepage/kurios.htm
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